Zwei besonders schöne Routen
Man bringt die Stücke mit, die man selbst nicht mehr trägt, die aber zu schade zum Wegwerfen sind – sauber, in gutem Zustand und ohne Flecken oder Löcher. Vor Ort wird alles nach Kategorien sortiert: Hosen, Pullis, Kleider, Accessoires, manchmal sogar Bücher, Schmuck oder unbenutzte Kosmetik. Danach beginnt das große Stöbern: Jede*r darf so viel mitnehmen, wie gefällt. In der Regel gibt es keine Mengenbegrenzung – das Ziel ist Austausch, nicht Handel.
Kleidertausch ist mehr als nur Kleidung umverteilen. Er ist nachhaltig, spart Ressourcen, reduziert Textilmüll und ist gleichzeitig eine Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen. Statt anonym zu shoppen, stöbert man gemeinsam, lacht, plaudert und probiert aus.
Das Beste: Fast alle Events sind kostenlos und offen für alle.
In Wien gibt es eine lebendige Tauschszene, organisiert von unterschiedlichen Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen. Manche, wie Wiener Wäsch oder der Verein MUT, wechseln regelmäßig die Locations – von gemütlichen Cafés über Veranstaltungszentren bis hin zu ungewöhnlichen Orten wie dem Badeschiff oder Flohmarkthallen. Andere sind fix an eine Einrichtung gebunden oder finden als Teil von Umwelt- und Reparaturmessen statt. Die Termine werden meist online, über Social Media oder lokale Eventplattformen (gerne auch bei uns schauen!) bekanntgegeben.
Ob als Besucherin oder Unterstützerin – der Einstieg ist unkompliziert: Einfach die aussortierten Lieblingsstücke waschen, zusammenpacken und zum nächsten Event mitbringen. Wer möchte, kann auch als Helfer*in beim Sortieren mit anpacken oder sogar selbst ein Tausch-Event auf die Beine stellen.
Kleidertausch in Wien ist eine charmante Mischung aus Mode, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft. Wer Lust auf frischen Wind im Kleiderschrank hat, ohne Geld auszugeben und die Umwelt zu belasten, sollte sich den nächsten Termin vormerken – egal, ob bei „Wiener Wäsch“ oder einer der vielen anderen kreativen Initiativen in der Stadt.
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