
Sozialer Wohnbau
Die Stadt Wien reformiert ihr System der sozialen Wohnungsvergabe mit dem Modell "Wohnungsvergabe NEU", das ab 1. Mai 2025 schrittweise eingeführt wird. Ziel ist ein flexibleres, gerechteres und transparenteres Vergabesystem, das sich besser an individuelle Lebenssituationen anpasst. Was ändert sich für Wohnungssuchende?
Die bisherige Voraussetzung eines durchgehenden zweijährigen Hauptwohnsitzes an einer einzigen Wiener Adresse entfällt. Künftig reicht ein durchgehender Hauptwohnsitz von zwei Jahren in Wien – unabhängig von der Anzahl der Adressen und Umzüge.
Eine neue Vergabekategorie unterstützt Haushalte, die trotz Einkommen steigende Wohnkosten aufgrund der Teuerung nicht mehr bewältigen können. Voraussetzung ist ein positiver Bescheid für den Erhalt der Wohnbeihilfe Neu oder der Mietbeihilfe.
Einführung eines zentralen Wiener Wohn-Tickets: Künftig gibt es nur noch ein Wiener Wohn-Ticket, mit dem man sich für eine leistbare Wohnung vormerken lassen können – unabhängig davon, ob es sich um eine Gemeindewohnung oder eine geförderte Wohnung handelt.
Einführung eines Punktesystems, das individuelle Lebenssituationen besser berücksichtigt, anstelle von fixen Wohnbedarfsgründen.
Das neue Modell soll den sozialen Wohnbau Wiens zukunftssicher machen und flexibler an sich verändernde Lebensumstände – sei es eine Trennung, eine neue Ausbildung, Familienzuwachs oder Pflegebedarf – angepasst sein, um mehr Menschen einen Zugang zu leistbarem Wohnraum zu ermöglichen.
Erhalten bleiben sollen unbefristete Mietverträge und der Wien-Bonus für all jene, die schon lange in Wien leben.
Inhalt
2012 vom damaligen Wohnbaustadtrat und heutigen Bürgermeister Michael Ludwig ins Leben gerufen, zielt das SMART-Wohnbauprogramm darauf ab, kostengünstigen Wohnraum für Wiener*innen zu schaffen. SMART-Wohnungen zeichnen sich durch kompakte Grundrisse, niedrige Eigenmittel und leistbare Mieten aus. Der verfügbare Wohnraum soll dabei optimal genutzt werden – auch eine Ausstattung mit handelsüblichen Standardmöbeln ist möglich.
Seit 2019 müssen im Rahmen von Bauträgerwettbewerben und durch den Grundstücksbeirat geprüfte Wohnprojekte zu 50 % in der SMART-Variante umgesetzt werden. Damit möchte die Stadt auf die anhaltend hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum reagieren.
Aufgrund der kompakten Grundrisse sind SMART-Wohnungen besonders für Jungfamilien, Paare, Alleinerzieher*innen, Singles sowie ältere und jüngere Wohnungssuchende geeignet. Die Wohnungen werden gemäß einem vorgegebenen Wohnungsschlüssel in verschiedenen Größen und mit einer unterschiedlichen Anzahl an Zimmern angeboten:
Der Finanzierungsbeitrag (Baukosten- und Grundkostenbeitrag) ist mit maximal 60 € pro m² Wohnnutzfläche gedeckelt. Die Miethöhe ist vergleichbar mit jener von Gemeindewohnungen der Stadt Wien.
Sozialer Wohnbau
Um für eine SMART-Wohnung in Frage zu kommen, benötigen Wohnungswerber*innen ein "Wiener Wohn-Ticket mit begründetem Wohnbedarf", gleich wie bei Gemeindewohnungen.
► Details zu den Wohnbedarfsgründen
Die Grundvoraussetzungen sind:
Haushaltsgröße | Netto-Einkommen jährlich |
---|---|
1 Person | 59.320,00 € |
2 Personen | 88.400,00 € |
3 Personen | 100.030,00 € |
4 Personen | 111.660,00 € |
für jede weitere Person | plus 6.510,00 € |
Stand 2025
Gut zu wissen: Bei manchen Wohnprojekten wird zusätzlich zur Hauptförderung die sogenannte Superförderung gewährt. Ob Anspruch darauf besteht, lässt sich im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs oder durch Nutzung des Finanzierungsrechners feststellen.
Jeweils die Hälfte der SMART-Wohnungen werden über die Wohnberatung Wien vergeben. Wer alle Grundvoraussetzungen und mindestens einen Wohnbedarfsgrund erfüllt, kann ein Wiener Wohn-Ticket mit begründetem Wohnbedarf - und somit eine SMART-Wohnung - beantragen. Dazu müssen Sie bei der Wohnberatung Wien einen Antrag mit folgenden Unterlagen stellen:
Den Antrag kann man entweder online stellen oder man meldet sich bei der Wohnberatung Wien unter der Service-Hotline 01/24 111, vereinbart einen Beratungstermin und reicht die Dokumente bei der Service-Stelle ein.
Haben Sie den Antragsprozess erfolgreich hinter sich gebracht und einen Wiener Wohn-Ticket erhalten, geht's im nächsten Schritt an die Suche Ihrer Wunschwohnung.
Im Rahmen der "Digitalen Wohnungsvergabe" haben Interessenten die Möglichkeit, auf der Website der Wohnberatung Wien nach passenden Wohnungen oder Wohnbauprojekten zu suchen. Die jeweiligen Wohnungen sind mit Fotos, Grundrissplänen und umfangreichen Zusatzinformationen versehen. Zusätzlich kann nun gezielt nach konkreten Kriterien gesucht werden, zum Beispiel nach der Anzahl an Stufen bis zur Wohnung oder danach, ob es einen Aufzug gibt.
Auf der Plattform werden laufend neue SMART- und Gemeindewohnungen eingestellt. Wenn Ihnen eine Wohnung zusagt, sollten Sie mit der Anmeldung nicht zögern, da diese nur zeitlich begrenzt möglich ist.
Hinweis: Damit Sie sich über die Online-Plattform für geförderte Wohnungen anmelden können, ist es unbedingt erforderlich, dass Sie die Geschäftszahl Ihres Wiener Wohn-Tickets in Ihren Account eintragen.
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Sandra
25. Oktober 2019 - 14:03 Uhr
Ich kann nur lachen!!!! Wohnticket seid 2015...!!! nur abgesackte Gemeindewohnungen und fast jede verlangt 5000€, Ablöse, für Möbel die sowieso niemand haben möchte-weil verdreckt alt oder verbraucht!!!...Smartes wohnen?....wer hat das Geld dazu?..das ich sie überhaupt bekomme?...und das wo die privat Wohnungen extrem in die Höhe knallen.!!
Susanne
05. Februar 2018 - 10:54 Uhr
Das ist alles Augenauswischerei. Angeblich werden 50 % der Smartwohnungen frei vergeben. Ich bin jetzt seit über 2 Jahren, bei allen möglichen Gesellschaften angemeldet. (Migra, Arag usw) Über das Wohnticket, bekommt man keine Wohnung. Lebe weit unter der Einkommensgrenze und bezahle zur Zeit 62 % nur für die Miete, in meiner Wohnung. Deswegen gibt es kein Wohnticket.
willi
10. Oktober 2017 - 19:44 Uhr
Smart Wohnungen der neu ausdruck für abzocke ,doppelt so teuer wie Gemeinde wohnungen + einmalig 33oo € bei manchen sogar bis zu 15.000 €, wozu ??? Kopfgeld ? das soll sozialer Wohnungsbau sein ? bei den heutigen hungerlöhnen ah das heist ja Mindestloh hat ja jeder mehrere 1000 € daham rumliegen.
Ivana
18. Juli 2017 - 02:01 Uhr
Ich habe das selbe Problem ich bin seid 2014 bei Wiener Wohnen gemeldet und habe vor zwei Jahren meine Mutter verloren und deswegen weil ich meine Wohnung verloren habe und dann als Not bei meiner Tante lebe bis heute , bis heute habe ich jetzt kein Anspruch auf ein Wiener Wohnticket!!!!! Als Begründung ich muss 10 Jahre in ein Eltern Haus gelebt haben oder 2 Jahre an einer Adresse gemeldet sein pff ich würde bis heute zuhause leben wäre meine Mutter nicht gestorben . Ich gehe jede Woche zum Wiener wohnen aber es hat keinen Sinn !! Bei Gemeinde Wohnungen verlangt jeder dreist 5000€ Ablöse! und bei einer Smart Wohnung braucht man nur ein Eigenmitteln von 3300€ Und muss ned noch die Wand ausmalen von den vorbesitzern-.- es wäre schön endlich leben zu können und in Ruhe zur Schule zu gehen
Ivana
18. Juli 2017 - 02:00 Uhr
Ich habe das selbe Problem ich bin seid 2014 bei Wiener Wohnen gemeldet und habe vor zwei Jahren meine Mutter verloren und deswegen weil ich meine Wohnung verloren habe und dann als Not bei meiner Tante lebe bis heute , bis heute habe ich jetzt kein Anspruch auf ein Wiener Wohnticket!!!!! Als Begründung ich muss 10 Jahre in ein Eltern Haus gelebt haben oder 2 Jahre an einer Adresse gemeldet sein pff ich würde bis heute zuhause leben wäre meine Mutter nicht gestorben . Ich gehe jede Woche zum Wiener wohnen aber es hat keinen Sinn !! Bei Gemeinde Wohnungen verlangt jeder dreist 5000€ Ablöse! und bei einer Smart Wohnung braucht man nur ein Eigenmitteln von 3300€ Und muss ned noch die Wand ausmalen von den vorbesitzern-.- es wäre schön endlich leben zu können und in Ruhe zur Schule zu gehen
Michaela
11. September 2016 - 16:06 Uhr
Ich mit meine Tochter wohne bereits in einer Gemeinde Wohnung,bin aber angemeldet für SMART Wohnungen. Wenn die bezugsfertig sein sollten,kann ich die bekommen,trotz das ich in eine Gemeinde Wohnung wohne?
Bianca
02. Mai 2016 - 11:21 Uhr
Ich möchte bitte anmerken, dass ich als ALLEINERZIEHENDE auch keinen Anspruch mehr auf eine Smartwohnungen habe. Seit dieses wundervolle Wohn Ticket in Kraft getreten ist, habe ich keinen Anspruch mehr darauf, da sich die Kriterien massiv verschärft haben und mit den Kriterien für eine Gemeindewohnung gleich sind. Deshalb stößt es mich säuerlich auf, wenn ich Lob für so etwas höre. Mein Sohn und ich wohnen in einer BEFRISTETEN 2 Zimmer Wohnung, bis wir auf der Straße stehen haben wir weder ein Anrecht auf eine SMART Wohnung, noch auf eine Superförderung und schon gar nicht auf eine Gemeindewohnung. Also so viel zu den tollen Smart Wohnung und dem sozialen Wohnbau.
Samantha
28. Dezember 2015 - 12:46 Uhr
Wie meldet man sich für ne smartwohnung an
Redaktion
05. Oktober 2015 - 00:16 Uhr
Sie können sich beim jeweiligen Bauträger anmelden. Laut unserer Information sind bei oben angeführten Projekten alle Wohnungen bereits vergeben. Geförderte Wohnungen sind heiß begehrt, unser Tipp: Sobald Sie irgendwo erfahren, dass ein neues Wohnprojekt gestartet wird, zB eine Nachricht zum Spatenstich, sofort anmelden! Bei manchen Bauträgern hilft es auch, persönlich vorzusprechen.Beste Grüße und alles Gute
santal
04. Oktober 2015 - 22:41 Uhr
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