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In Österreich ist Tätowierer kein staatlich geregelter Lehrberuf. Das bedeutet: Es gibt keine offizielle Lehre mit Abschlussprüfung. Trotzdem ist der Weg in den Beruf klar vorgezeichnet – und in Wien besonders anspruchsvoll.
Studios erwarten heute vor allem:
Wer glaubt, man könne ohne zeichnerische Grundlagen direkt mit dem Tätowieren beginnen, wird in den Wiener Tattoo-Studios kaum eine Chance bekommen.
Der Einstieg in die Szene beginnt fast immer mit einer Mappe – digital oder klassisch. In Wien legen viele Tattoo Studios großen Wert darauf, dass Bewerber nicht nur Tattoos kopieren, sondern eigene Motive und Vorlagen entwickeln.
Ein gutes Portfolio enthält zum Beispiel:
Tipp aus der Praxis: Ein kleiner, aber sauber aufbereiteter Stil-Fokus ist oft überzeugender als eine unstrukturierte Sammlung aus allen möglichen Motiven.
Der typische Weg führt über ein Praktikum oder eine sogenannte „Apprenticeship“ in einem Tattoo Studio. In Wien sind diese Plätze sehr begehrt – und werden nur selten öffentlich ausgeschrieben.
Meist läuft es so ab:
In der Anfangszeit steht nicht das Tätowieren im Vordergrund. Viel wichtiger sind:
Erst später folgen Übungen auf Kunsthaut oder synthetischen Übungsmaterialien.
Ein besonders wichtiger Punkt in Wien – und generell in Österreich – ist das Thema Hygiene. Studios unterliegen strengen Vorgaben der MA 15 (Gesundheitsdienst der Stadt Wien). Wer als Tätowierer arbeiten möchte, muss unter anderem:
Ohne diese Grundlagen ist eine Tätigkeit in einem seriösen Wiener Tattoo-Studio nicht möglich.
Während früher viele Tätowierer ausschließlich mit klassischen Spulenmaschinen gearbeitet haben, ist die technische Entwicklung auch in Wien deutlich spürbar. Moderne Studios setzen auf ergonomische, leise und präzise Systeme – oft mit Akku-Betrieb.
Gerade für Berufseinsteiger ist es wichtig, sich früh mit professioneller Ausstattung auseinanderzusetzen. Hier findet man beispielsweise einen guten Überblick über aktuelle Tattoo Maschinen für den Studioeinsatz. Solche Systeme sind heute fester Bestandteil moderner Arbeitsplätze – vor allem im Hinblick auf Präzision, Hautschonung und langfristiges Arbeiten ohne körperliche Überlastung.
Eine ehrliche Antwort: Das ist sehr individuell. In der Praxis liegt der Zeitraum bis zu den ersten echten Kundenarbeiten oft bei sechs Monaten bis über einem Jahr, abhängig von Talent, Übungsintensität und Studio. Wiener Tattoo Studios achten sehr darauf, dass Einsteiger nicht zu früh an Kunden arbeiten. Die Qualität des Ergebnisses und die Sicherheit der Kunden haben oberste Priorität.
Der Beruf des Tätowierers ist kein klassischer Angestelltenjob. Viele arbeiten:
Der Verdienst hängt stark ab von:
Gerade in Wien, wo es eine hohe Dichte an Studios gibt, ist eine klare Positionierung besonders wichtig.
Wer in Wien Tätowierer werden möchte, sollte vor allem eines mitbringen: Geduld. Der Weg in den Beruf ist lang, nicht immer planbar und erfordert viel Eigeninitiative. Dafür bietet die Wiener Szene eine große Vielfalt an Stilen, internationalen Austausch und echte Entwicklungsmöglichkeiten – für alle, die bereit sind, kontinuierlich an sich und ihrer Arbeit zu feilen.
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Fazit
Tätowierer zu werden in Wien bedeutet, sich ernsthaft mit Kunst, Technik, Hygiene und Kundenarbeit auseinanderzusetzen. Eine schnelle Abkürzung gibt es nicht – aber für kreative und engagierte Menschen ist die Stadt ein spannender Ort, um sich in der Tattoo-Branche langfristig zu etablieren.
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