Messen
© Viennale/Rainer Dempf Im Laufe ihrer Geschichte hat die Viennale dank ihrer programmatischen, ästhetischen und politischen Grundsätze an Bedeutung gewonnen und ist auf internationalem Niveau zu einer verlässlichen Größe und für das Publikum der Stadt Wien zu einem festen Bestandteil des Kalenders geworden. Das angesehene Festival besteht bereits seit über 60 Jahren.
Viennale Filmfestival 2026
Wann: 22. Oktober bis 3. November 2026
Wo: In den schönsten Wiener Kinos
Infos zu Tickets unten.
1960 wurde die Viennale von einer Gruppe von Journalisten rund um Sigmund Kennedy ins Leben gerufen. Ihre Überzeugung von der großen Bedeutung des Films als Kunstform hat bis in die Gegenwart Bestand: Die Viennale konnte sich längst als Österreichs größtes internationales Filmevent und zugleich als eines der akzentuiertesten und qualitätsvollsten Filmfestivals im europäischen Zusammenhang etablieren.
Die Viennale ist der gelungene Versuch, sowohl ein Publikumsfestival für eine breite, Kino-interessierte Öffentlichkeit zu sein als auch den Stand der internationalen Filmkultur auf hohem ästhetischen und politischen Niveau zu vermitteln und zur Diskussion zu stellen. Es ist diese Kombination, welche die Einmaligkeit der Viennale ausmacht.
Das aktuelle Festivalprogramm besticht durch ausgewählte Monografien, Kinematografien und Historiografien. Ziel ist es, bemerkenswerte Persönlichkeiten, Genres oder Themenschwerpunkte des internationalen Kinos zu würdigen.
Die Viennale 2026 versammelt ein Kino, das sich mit den Brüchen individueller Lebensgeschichten und den gesellschaftlichen Kräften auseinandersetzt, die diese prägen. Familie, Herkunft und Erinnerung bilden wiederkehrende Motive: Heimkehr, Verlust und generationsübergreifende Konflikte werden ebenso verhandelt wie die Suche nach Identität und einem Platz in einer sich wandelnden Welt. Dabei rücken persönliche Schicksale in den Mittelpunkt, an denen sich größere gesellschaftliche Entwicklungen und soziale Ungleichheiten ablesen lassen.
Daneben entwerfen zahlreiche Filme düstere Gegenbilder zu Fortschrittsversprechen und gesellschaftlichen Idealen. Organisierte Kriminalität, wirtschaftliche Abhängigkeiten und zerbrechende Lebensentwürfe werfen Fragen nach Macht, Moral und dem amerikanischen Traum auf. Zugleich zeigt sich das Programm offen für fantastische, groteske und experimentelle Formen, in denen sich Realität und Imagination begegnen. Zwischen dokumentarischer Beobachtung, psychologischem Drama und schwarzem Humor entsteht ein vielstimmiges Kino, das sich einfachen Antworten entzieht und die Widersprüche der Gegenwart sichtbar macht.
Auch dieses Jahr wartet die Viennale wieder mit zahlreichen Programmpunkten auf: Filmvorführungen, Begegnungen, Gespräche und Sonderveranstaltungen spannen den Rahmen um dieses Filmevent der Extraklasse. Welche Produktionen man dieses Jahr auf keinen Fall verpassen sollte, verraten wir hier.
Mit „Die Blutgräfin“ widmet sich Ulrike Ottinger dem Vampirmythos auf ebenso extravagante wie humorvolle Weise. Im Zentrum steht die von Isabelle Huppert verkörperte Elisabeth Báthory, eine ungarische Aristokratin, deren Geschichte von düsteren Legenden geprägt ist. Ihr Besuch in Wien führt sie in eine Welt voller skurriler Gestalten, grotesker Begegnungen und morbider Komik. Mit Elfriede Jelinek als Mitwirkender an den Dialogen entsteht eine eigenwillige, genreübergreifende Hommage an das fantastische Kino.
Pedro Pascal spielt den Cellisten Alex Serian, der nach Jahren auf Reisen nach Los Angeles zurückkehrt und durch die Musik erneut mit früheren Entscheidungen und familiären Verbindungen konfrontiert wird. Zwischen persönlicher Neuorientierung, Erinnerungen und der besonderen Magie des Kinos entfaltet sich ein vielschichtiges Drama über Kunst, Identität und die Möglichkeit eines Neuanfangs.
Nach dem Tod ihrer Großmutter kehrt Frieda aus Wien auf den elterlichen Hof zurück. Dort kämpft die Familie mit finanziellen Schwierigkeiten, während Frieda durch das Erbe eines einst von der Oma angelegten Waldstücks neue Perspektiven erhält.
In ihrem Langfilmdebüt zeichnet Rabl das einfühlsame Porträt einer ländlichen Lebenswelt, in der Gefühle selten offen ausgesprochen werden.
Im Brooklyn der 1980er Jahre geraten zwei ungleiche Brüder (Adam Driver, Miles Teller) durch ein Immobiliengeschäft mit der russischen Mafia in einen Strudel aus Gewalt und Bedrohung. Was als vielversprechendes Vorhaben beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel um Macht und Überleben. Mit „Paper Tiger“ verbindet Gray die Spannung eines düsteren Thrillers mit einem Familiendrama über Loyalität, Angst und zerplatzte Hoffnungen.
Zwei junge Mädchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, verbindet die Leidenschaft fürs Zeichnen: Während Fujino mit ihren Comics Anerkennung findet, lebt Kyomoto zurückgezogen und widmet sich ganz ihrer Kunst. Aus anfänglicher Rivalität entsteht eine Freundschaft, die beide auf ihrem Weg als Manga-Künstlerinnen prägt. In seiner Realverfilmung des gleichnamigen Mangas erzählt Hirokazu Koreeda von kreativer Ambition, Verbundenheit und den Spuren, die Begegnungen im Leben hinterlassen.
Karten sind ab dem 17. Oktober, 10 Uhr verfügbar. Es gibt folgende Möglichkeiten, Tickets mit Barzahlung, Bankomat, Kreditkarte zu kaufen:
Gartenbaukino: 17. bis 21. Oktober täglich 10 bis 20 Uhr
(1., Parkring 12, U3 Stubentor)
Am 17. Oktober werden bei großem Andrang Wartenummern ausgegeben.
Gespielt wird heuer (unter anderem):
Das vollständige Programm und alle Spielzeiten finden Sie auf der Webseite der Viennale!
Einzelticket ca. 11,50 €.
Ab 10 Tickets bzw. 20 Tickets ist der Kartenpreis vergünstigt!
Ermäßigungen können unter Vorweis der entsprechenden Ausweise in Anspruch genommen werden. Ö1, Erste Bank Kunden, Standard-Abo, Filmmuseum-Mitglieder, Schüler und Studenten, Zivildiener, Pensionisten.
Das Hauptprogramm wird beim diesjährigen Festival wieder an den fünf klassischen Viennale-Spielstätten präsentiert.
1010 Wien, Parkring 12 (740 Sitzplätze); als klassisches Premierenkino mit beeindruckender Großleinwand und unnachahmlichem Ambiente ein "Flaggschiff" urbaner Kinokultur in Wien!
Anfahrt: U3 Stubentor – U4 Stadtpark – Straßenbahnlinien 2 Stubentor
1010 Wien, Karlsplatz 5 (285 Sitzplätze); Das frühere Künstlerhauskino, 2013 neu eröffnet als "Stadtkino im Künstlerhaus", steht seit 2005 auf der Liste der Viennale-Kinos.
Anfahrt: U1, U2, U4 Karlsplatz/Oper – Straßenbahnlinien 1, 2 Schwarzenbergplatz
1010 Wien, Uraniastraße (240 Sitzplätze); populäres Traditionskino zwischen Ringstraße und Donaukanal.
Anfahrt: U1, U4 Schwedenplatz – Straßenbahnlinien 1, 2, N Julius-Raab-Platz
1010 Wien, Johannesgasse 4 (149 Sitzplätze); zweifellos eines der schönsten Kinos in Wien, einstiges Biedermeiertheater mit Samt, Stuck und Balkon.
Anfahrt: U1, U2, U4 Karlsplatz/Oper – U4 Stadtpark – Straßenbahnlinien 1, 2 Weihburggasse
1010 Wien, Augustinerstraße 1 (165 Sitzplätze); nicht nur Spielstätte für die große Retrospektive, sondern auch das Festivalkino, in dem Spezialprogramme und Filme aus dem Hauptprogramm gezeigt werden.
Anfahrt: U1, U2, U4 Karlsplatz – Straßenbahnlininen 1, 2, D, J Kärntner Ring/Oper
Was läuft sonst im Kino?
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