Konzerte, Shows & mehr
Mit seinem sensationellen Sieg beim ESC 2025 holte Johannes "JJ" Pietsch Europas größtes Musikereignis wieder nach Österreich. Unter dem Motto "Europe, shall we dance?" verwandelt sich Wien, das sich im Bewerbungsprozess gegen Innsbruck durchgesetzt hatte, im Mai 2026 erneut in den Show-Hotspot des Kontinents – und lädt ganz Europa zum Mittanzen ein.
Inhalt
Programm ESC 2026: Zwei Halbfinale und große Finalshow
Detailprogramm der Finalshows
Die Halbfinalshows - Wer kommt ins Finale?
Österreichs Hoffnung: Cosmó will Europa zum Tanzen bringen
Tickets für den ESC 2026
JJ - Sein Sieg bringt den ESC nach Österreich zurück
Wiener Stadthalle als Schauplatz des 70. ESC
Der 70. Eurovision Song Contest findet von 10. bis 16. Mai 2026 statt und startet mit der Opening Ceremony rund um das Wiener Rathaus. Eurovision-Fans aus aller Welt dürfen sich auf spektakuläre Shows in der Wiener Stadthalle freuen und sollten sich folgende Termine im Kalender markieren:
Für jede Live-Show gibt es zwei öffentliche Proben: eine Evening Preview am Abend davor und eine Afternoon Preview am Nachmittag des jeweiligen Showtages. Insgesamt finden in der Eurovision-Song-Contest-Woche also neun Shows statt. Erwartet werden mehrerer tausend Gäste sowie über eintausend akkreditierte Medienvertreter aus Österreich, Europa und der ganzen Welt.
Bürgermeister Michael Ludwig kündigte ein umfangreiches Rahmenprogramm im öffentlichen Raum an: Zahlreiche kostenlose ESC-Side-Events ohne Konsumzwang sollen die ganze Stadt in eine Bühne verwandeln. Als Fixpunkte gelten bereits die Opening Ceremony im Rathaus, der Euro Club im Rathaus und das Eurovision Village am Rathausplatz.
Wann? 10. Mai bis 17. Mai, täglich von 11:00 bis 24:00 Uhr geöffnet
Wo? Rathausplatz Wien
Das Eurovision Village am Rathausplatz beginnt mit der Opening Ceremony und dem Turquoise-Carpet-Event. Zudem werden die drei Shows live übertragen und Live-Auftritte sowie DJs sorgen für ein attraktives musikalisches Rahmenprogramm. Zehn Gastro-Standln werden die ESC-Fans mit Schmankerln verköstigen.
Den offiziellen Startschuss der ESC-Woche bildet die Opening Ceremony im Wiener Rathaus. Im Rahmen des Turquoise Carpets präsentieren sich alle Länder-Delegationen auf der großen Showbühne unmittelbar vor dem Rathaus. Dann geht jede Delegation von der großen Showbühne einmal über den Turquoise Carpet, der in einem Halbkreis einmal über den Rathausplatz führt. Die Opening Ceremony aus den historischen Sälen im ersten Stock des Rathauses wird im Anschluss live auf LED-Walls am Rathausplatz übertragen.
Der 70. Eurovision Song Contest in Wien steht ganz im Zeichen des Jubiläums – und das spiegelt sich auch im Showprogramm wider. Insgesamt treten 35 Länder an drei Abenden an: Zwei Semifinale entscheiden am 12. und 14. Mai, welche Acts ins Finale einziehen, das große Grand Final findet am 16. Mai in der Wiener Stadthalle statt. Österreich ist als Gastgeberland automatisch für das Finale qualifiziert. Jede der Shows wird von Eröffnungs- und Pausenacts begleitet, die musikalische Highlights, humorvolle Einlagen und große ESC-Momente verbinden – als Hommage an 70 Jahre Eurovision Song Contest.
Das erste Semifinale beginnt mit einer emotionalen Zeitreise unter dem Motto "70 Years of Love". Ein Film erzählt die Geschichte eines Paares vor dem Hintergrund der Song-Contest-Historie, bevor ein 70-köpfiger Chor den Abend mit einer Hommage an den ESC-Klassiker L’amour est bleu eröffnet. Im Interval Act sorgen die Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski gemeinsam mit dem australischen Vorjahresteilnehmer Go-Jo und einem Känguru für eine humorvolle Einlage rund um die berühmte Verwechslung von Austria und Australia.
Auch das zweite Semifinale beginnt mit einer besonderen Performance: Das Moderationsduo präsentiert eine ungewöhnliche Version des Siegertitels von 2025, Wasted Love von JJ – inklusive einiger Überraschungen. In der Pause stellt JJ außerdem einen neuen Song vor.
Im großen Finale wartet schließlich ein besonders spektakulärer Auftakt: Das kleine Papierboot aus JJs letztjähriger Performance muss zunächst eine abenteuerliche Reise von der Schweiz über Rhein, Donau und Alpen nach Wien antreten, bevor es rechtzeitig zur Show auf der Bühne ankommt. Im Opening Act The Queen of the Night verbindet JJ seine Stimme mit Elementen aus der Musik von Mozart und seiner eigenen ESC-Nummer Wasted Love. Begleitet wird er dabei von mehr als 40 Tänzer*innen sowie Artist*innen, während gleichzeitig die 25 Finalacts in die Halle einziehen.
Während der Abstimmung im Finale verwandelt sich die Bühne schließlich in eine große Geburtstagsparty für den Wettbewerb. In der „Celebration!“ interpretieren bekannte ESC-Stars legendäre Song-Contest-Hits neu – darunter Verka Serduchka, Erika Vikman und die finnische Hardrock-Band Lordi. Danach bringt der österreichische Electroswing-Star Parov Stelar seinen charakteristischen Sound in die Halle. Den Übergang zum spannenden Voting-Finale bildet schließlich eine Soul-Version von Billy Joels Vienna, gesungen von Cesár Sampson.
Durch die neun Liveshows des Song Contests führen zwei bekannte Gesichter aus Österreich: Moderatorin und Entertainerin Victoria Swarovski sowie Schauspieler und Kabarettstar Michael Ostrowski. Swarovski, die aus der Tiroler Kristalldynastie stammt, ist seit Jahren als Moderatorin großer TV-Shows erfolgreich und wurde durch ihren Sieg bei "Let’s Dance" einem Millionenpublikum bekannt. Ostrowski wiederum gehört zu den beliebtesten Film- und Serienkomikern des Landes und hat bereits zahlreiche große Preisverleihungen moderiert. Gemeinsam sollen sie mit Charme, Humor und österreichischem Schmäh durch das Programm führen – vor einem weltweiten Fernsehpublikum von mehr als 160 Millionen Menschen.
Konzerte, Shows & mehr
Die 30 teilnehmenden Länder treten in den zwei Halbfinal-Shows am 12. und 14. Mai um einen Platz im großen Finale des Song Contest am 16. Mai in der Wiener Stadthalle an. Jeweils zehn Nationen können sich in den beiden Halbfinal-Shows qualifizieren. Wer in welchem Halbfinale und in welcher Hälfte antreten wird, wurde bei der Halbfinal-Auslosung im Wiener Rathaus ausgelost:
Österreich ist als Gastgeberland genauso für das große Finale qualifiziert wie Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland und wird zusammen mit Frankreich und Großbritannien im zweiten Halbfinale auftreten. Italien und Deutschland zeigen ihren Beitrag im ersten Halbfinale.
Israel darf am 70. Eurovision Song Contest in Wien 2026 teilnehmen. Das ergab die Abstimmung der nationalen Fernsehstationen bei der Generalversammlung der European Broadcasting Union (EBU) Anfang Dezember 2025. Nach der Bekanntgabe sagten mehrere Länder ihre Teilnahme ab: Irland, Spanien, die Niederlande, Slowenien und Island werden nicht beim Event in Wien dabei sein. Begründet wird der Boykott mit dem Gazakrieg.
Der ORF, der den ESC kommendes Jahr ausrichten wird, hatte sich hinter Israel gestellt. Auch Bürgermeister Ludwig zeigte sich über das Abstimmungsergebnis erfreut:
"Ich begrüße die Entscheidung, dass Israel am ESC teilnehmen wird, ausdrücklich. Israelische Künstler*innen sollen und werden bei uns immer ihre Darbietungen durchführen können. Generell bin ich skeptisch, was den Boykott von Künstlerinnen und Künstlern angeht – insbesondere, wenn es ihre Herkunft betrifft. Wien wird erneut unter Beweis stellen, dass es ein großartiger Gastgeber für Menschen aus aller Welt ist, bei dem sich alle wohl und sicher fühlen."
Der ESC 2026 wird live im ORF und auf dem offiziellen Youtube-Kanal des Eurovision Song Contest übertragen.
» Hier könnt ihr die Shows live mitverfolgen:
Für Österreich tritt heuer ein Newcomer an: Der erst 19-jährige Cosmó aus dem Burgenland setzte sich gegen mehr als 500 andere Bewerber*innen durch und gewann den nationalen Vorentscheid "Vienna Calling". Mit seinem Song Tanzschein wird er beim großen Finale am 16. Mai in der Stadthalle antreten. Mit Humor, eingängigem Beat und einer Disco-Parade aus tanzenden Tieren will er gegen die Tanzmüdigkeit in Clubs ansingen. Seine Mission formuliert der junge Künstler klar: möglichst viele Menschen auf die Tanzfläche bringen – angefangen bei seiner eigenen Mutter, für die er den Song ursprünglich geschrieben hat. Als Gastgeberland ist Österreich direkt fürs Finale qualifiziert und Cosmó darf dort sogar den letzten Auftritt des Abends übernehmen.
Mit diesem Song wird euch auch das Tanzfieber packen:
Beim Eurovision Song Contest in Wien kommt ein mehrstufiges Ticketingsystem zum Einsatz, das eine Registrierungs-, eine Freischaltungs- und eine Ticketverkaufsphase vorsieht. Insgesamt sollen 90.000 Tickets in den Verkauf kommen. Je nach Show und Veranstaltungstag kosten die Karten zwischen 15 € und 360 €.
Die Hauptverkaufsphasen sind bereits vorbei. Für einige wenige Shows gibt es noch Restkarten: Die drei Shows des ersten Semifinale und die Evening Preview des zweiten Semifinale. Um diese kaufen zu können, braucht es nur ein aktives Konto bei oeticket.com. » Weiter zu Ö-Ticket
Für die Semifinal-Shows sind Tickets für jeweils eine "Evening-Preview-Show", eine "Afternoon-Preview-Show" und eine "Live-Broadcast-TV-Show" erhältlich:
Knapp vor den Shows wird es außerdem noch eine Möglichkeit geben, über die offizielle Wiederverkaufsplattform fansale.at einzelne Karten zum Originalpreis kaufen zu können. Bei allen anderen Angeboten besteht das Risiko, dass die Tickets ungültig sind.
Mit seinem emotionalen Titel "Wasted Love" eroberte Johannes Pietsch alias "JJ" am 17. Mai 2025 in Basel die Herzen Europas – und schenkte Österreich den dritten ESC-Sieg nach Udo Jürgens 1966 und Conchita 2014. Der in Wien geborene Countertenor mit philippinischen Wurzeln wuchs in Dubai auf, kehrte 2016 nach Wien zurück und absolvierte seine Ausbildung unter anderem an der Opernschule der Wiener Staatsoper sowie der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
Nach Castingshow-Stationen bei The Voice UK und Starmania gelang ihm der internationale Durchbruch beim Song Contest. "Wasted Love", mitkomponiert von Teodora Špiric, stürmte unmittelbar nach dem Triumph an die Spitze der österreichischen Charts und verzeichnete über eine Million Streams in nur einer Woche – ein nationaler Rekord.
Mit diesem Auftritt errang das Ausnahmetalent den Sieg beim Eurovision Song Contest 2025:
Mit Auri hat der Eurovision Song Contest 2026 auch ein offizielles Maskottchen bekommen. Die flauschige Figur in Pink- und Lilatönen steht für Offenheit, Kreativität und Zusammenhalt – ganz im Sinne des ESC-Mottos "United by Music". Besonders junge Fans soll das Maskottchen ansprechen und daran erinnern, an sich selbst zu glauben und große Träume zu verfolgen. Als fröhlicher Botschafter begrüßt Auri Delegationen und Fans aus aller Welt und bringt ein Stück Eurovision-Stimmung in jede Ecke der Stadt.
Austragungsort wird – wie schon 2015 – die Wiener Stadthalle sein. Mit Platz für bis zu 16.000 Besucher*innen sowie ausreichend Nebenflächen bietet die größte Veranstaltungshalle des Landes gute Rahmenbedingungen für ein Event dieser Größenordnung, das größte TV-Unterhaltungsevent der Welt.
Ausschlaggebend dafür, dass Wien und nicht Innsbruck den Zuschlag bekam, waren laut ORF-Generaldirektor Roland Weißmann neben der modernen Eventlocation vor allem die hervorragende Infrastruktur, die hohe Hotelkapazität und die effiziente Logistik in der Bundeshauptstadt. Da viele der erforderlichen infrastrukturellen Gegebenheiten in Wien bereits vorhanden seien, und nicht erst geschaffen werden müssten, wäre der finanzielle Aufwand für den ORF geringer. Der maximale Finanzrahmen der Stadt Wien anlässlich des ESC 2026 beträgt 22,6 Millionen Euro.
Schon 2015 löste der ESC in Wien eine touristische Erfolgswelle aus: über 20.000 zusätzliche Nächtigungen, eine Wertschöpfung von 38 Millionen Euro und ein Werbewert in dreistelliger Millionenhöhe. Blickt man auf Liverpool 2023 oder Basel 2025, lassen sich durch Song-Contest-Begleitprogramme Besucherzahlen von knapp einer halben Million Menschen und zusätzliche Umsätze von über 50 Millionen Euro nachweisen. Vergleichbare Impulse erwarten Touristiker:innen auch 2026 – mit langfristiger Imagewirkung und globaler mediale Präsenz.
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