Eurovision Song Contest 2026: Programm und Restkarten

Finale des ESC 2015 in der Wiener Stadthalle.
© ORF / Thomas Ramstorfer | Finale des ESC 2015 in der Wiener Stadthalle.

Nach Conchitas Triumph und dem unvergesslichen ESC 2015 kehrt der Eurovision Song Contest zu seinem 70-jährigen Jubiläum wieder in die Welthauptstadt der Musik zurück. Von 10. bis 16. Mai 2026 richtet Wien nach dem Sieg von JJ erneut Europas größtes Musikevent in der Stadthalle aus.

Erstellt von: | aktualisiert am 13. April 2026
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Mit seinem sensationellen Sieg beim ESC 2025 holte Johannes "JJ" Pietsch ​​​​​​Europas größtes Musikereignis wieder nach Österreich. Unter dem Motto "Europe, shall we dance?" verwandelt sich Wien, das sich im Bewerbungsprozess gegen Innsbruck durchgesetzt hatte, im Mai 2026 erneut in den Show-Hotspot des Kontinents – und lädt ganz Europa zum Mittanzen ein. 

Programm ESC 2026: Zwei Halbfinale und große Finalshow

Der 70. Eurovision Song Contest findet von 10. bis 16. Mai 2026 statt und startet mit der Opening Ceremony rund um das Wiener Rathaus. Eurovision-Fans aus aller Welt dürfen sich auf spektakuläre Shows in der Wiener Stadthalle freuen und sollten sich folgende Termine im Kalender markieren:

  • 12. Mai 2026 – 1. Halbfinale
  • 14. Mai 2026 – 2. Halbfinale
  • 16. Mai 2026, 21:00 Uhr – Grand Final

Für jede Live-Show gibt es zwei öffentliche Proben: eine Evening Preview am Abend davor und eine Afternoon Preview am Nachmittag des jeweiligen Showtages. Insgesamt finden in der Eurovision-Song-Contest-Woche also neun Shows statt. Erwartet werden mehrerer tausend Gäste sowie über eintausend akkreditierte Medienvertreter aus Österreich, Europa und der ganzen Welt.

Bürgermeister Michael Ludwig kündigte ein umfangreiches Rahmenprogramm im öffentlichen Raum an: Zahlreiche kostenlose ESC-Side-Events ohne Konsumzwang sollen die ganze Stadt in eine Bühne verwandeln. 

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Tickets für den ESC 2026

Beim Eurovision Song Contest in Wien kommt ein mehrstufiges Ticketingsystem zum Einsatz, das eine Registrierungs-, eine Freischaltungs- und eine Ticketverkaufsphase vorsieht. Insgesamt sollen 90.000 Tickets in den Verkauf kommen. Je nach Show und Veranstaltungstag kosten die Karten zwischen 15 € und 360 €. 

Die Hauptverkaufsphasen sind bereits vorbei. Für einige wenige Shows gibt es noch Restkarten: Die drei Shows des ersten Semifinale und die Evening Preview des zweiten Semifinale. Um diese kaufen zu können, braucht es nur ein aktives Konto bei oeticket.com. » Weiter zu Ö-Ticket

Für die Semifinal-Shows sind Tickets für jeweils eine "Evening-Preview-Show", eine "Afternoon-Preview-Show" und eine "Live-Broadcast-TV-Show" erhältlich:

  • Die "Evening-Preview-Show" ist ein kompletter Durchlauf der Show, der am Abend vor der Fernsehübertragung stattfindet. Hier geben die internationalen Jurys ihre Stimmen ab.
  • Die "Afternoon-Preview-Show" ist ein kompletter Durchlauf der Show, der am Nachmittag der Live-TV-Show stattfindet. Sie dient als letzte Probe.
  • Die "Live-Broadcast-TV-Show" ist die Live-Fernsehshow, wo Zuschauer*innen in ganz Europa und Australien ihre Stimmen abgeben und über den Einzug ins Finale sowie den Sieg beim 70. Eurovision Song Contest mitentscheiden. 

Knapp vor den Shows wird es außerdem noch eine Möglichkeit geben, über die offizielle Wiederverkaufsplattform fansale.at einzelne Karten zum Originalpreis kaufen zu können. Bei allen anderen Angeboten besteht das Risiko, dass die Tickets ungültig sind.

Der ORF vergibt zudem kostenfreie Tickets für den Eurovision Song Contest an Wiener Sozialvereine. 500 gratis Tickets für die Afternoon-Preview-Show am 15. Mai stellt der ORF dem Fonds Soziales Wien zur Verfügung, der diese an die Sozialvereine weitergibt und damit Besucher*innen aus schwierigen sozialen Verhältnissen eine Teilnahme am größten TV-Unterhaltungsevent ermöglicht.

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© David Bohmann / PID | Bereits 2015 war die Bundeshauptstadt im ESC-Fieber.
Logo des ESC 2015, Motto: "Building Bridges"
© ORF | 2015 fand der ESC in Wien unter dem Motto "Building Bridges" statt.

Detailprogramm der Finalshows

Der 70. Eurovision Song Contest in Wien steht ganz im Zeichen des Jubiläums – und das spiegelt sich auch im Showprogramm wider. Insgesamt treten 35 Länder an drei Abenden an: Zwei Semifinale entscheiden am 12. und 14. Mai, welche Acts ins Finale einziehen, das große Finale findet am 16. Mai in der Wiener Stadthalle statt. Jede der Shows wird von Eröffnungs- und Pausenacts begleitet, die musikalische Highlights, humorvolle Einlagen und große ESC-Momente verbinden – als Hommage an 70 Jahre Eurovision Song Contest.

1. Halbfinale

Das erste Semifinale beginnt mit einer emotionalen Zeitreise unter dem Motto "70 Years of Love". Ein Film erzählt die Geschichte eines Paares vor dem Hintergrund der Song-Contest-Historie, bevor ein 70-köpfiger Chor den Abend mit einer Hommage an den ESC-Klassiker L’amour est bleu eröffnet. Im Interval Act sorgen die Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski gemeinsam mit dem australischen Vorjahresteilnehmer Go-Jo und einem Känguru für eine humorvolle Einlage rund um die berühmte Verwechslung von Austria und Australia.

2. Halbfinale

Auch das zweite Semifinale beginnt mit einer besonderen Performance: Das Moderationsduo präsentiert eine ungewöhnliche Version des Siegertitels von 2025, Wasted Love von JJ – inklusive einiger Überraschungen. In der Pause stellt JJ außerdem einen neuen Song vor.

Das Finale

Im großen Finale wartet schließlich ein besonders spektakulärer Auftakt: Das kleine Papierboot aus JJs letztjähriger Performance muss zunächst eine abenteuerliche Reise von der Schweiz über Rhein, Donau und Alpen nach Wien antreten, bevor es rechtzeitig zur Show auf der Bühne ankommt. Im Opening Act The Queen of the Night verbindet JJ seine Stimme mit Elementen aus der Musik von Mozart und seiner eigenen ESC-Nummer Wasted Love. Begleitet wird er dabei von mehr als 40 Tänzer*innen sowie Artist*innen, während gleichzeitig die 25 Finalacts in die Halle einziehen.

Während der Abstimmung im Finale verwandelt sich die Bühne schließlich in eine große Geburtstagsparty für den Wettbewerb. In der „Celebration!“ interpretieren bekannte ESC-Stars legendäre Song-Contest-Hits neu – darunter Verka Serduchka, Erika Vikman und die finnische Hardrock-Band Lordi. Danach bringt der österreichische Electroswing-Star Parov Stelar seinen charakteristischen Sound in die Halle. Den Übergang zum spannenden Voting-Finale bildet schließlich eine Soul-Version von Billy Joels Vienna, gesungen von Cesár Sampson.

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Wer moderiert den ESC?

Durch die neun Liveshows des Song Contests führen zwei bekannte Gesichter aus Österreich: Moderatorin und Entertainerin Victoria Swarovski sowie Schauspieler und Kabarettstar Michael Ostrowski. Swarovski, die aus der Tiroler Kristalldynastie stammt, ist seit Jahren als Moderatorin großer TV-Shows erfolgreich und wurde durch ihren Sieg bei "Let’s Dance" einem Millionenpublikum bekannt. Ostrowski wiederum gehört zu den beliebtesten Film- und Serienkomikern des Landes und hat bereits zahlreiche große Preisverleihungen moderiert. Gemeinsam sollen sie mit Charme, Humor und österreichischem Schmäh durch das Programm führen – vor einem weltweiten Fernsehpublikum von mehr als 160 Millionen Menschen.

Die Halbfinalshows - Wer kommt ins Finale?

Die 30 teilnehmenden Länder treten in den zwei Halbfinal-Shows um einen Platz im großen Finale des Song Contest an. Jeweils zehn Nationen können sich in den beiden Halbfinal-Shows qualifizieren. Wer in welchem Halbfinale und in welcher Hälfte antreten wird, wurde bei der Halbfinal-Auslosung im Rathaus ausgelost:

Im 1. Semifinale am 12. Mai treten auf: 

  1. Moldau: Satoshi – Viva, Moldova!
  2. Schweden: FELICIA – My System
  3. Kroatien: LELEK – Andromeda
  4. Griechenland: Akylas – Ferto
  5. Portugal: Bandidos do Cante – Rosa
  6. Georgien: Bzikebi – On Replay
    • Italien: Sal Da Vinci – Per sempre sì
  7. Finnland: Linda Lampenius x Pete Parkkonen – Liekinheitin
  8. Montenegro: Tamara Živković – Nova Zora
  9. Estland: Vanilla Ninja – Too Epic To Be True
  10. Israel: Noam Bettan – Michelle
    • Deutschland: Sarah Engels – Fire
  11. Belgien: ESSYLA – Dancing on the Ice
  12. Litauen: Lion Ceccah – Sólo Quiero Más
  13. San Marino: SENHIT – Superstar
  14. Polen: ALICJA – Pray
  15. Serbien: LAVINA – Kraj Mene

Im 2. Semifinale am 14. Mai treten auf:

  1. Bulgarien: DARA – Bangaranga
  2. Aserbaidschan: JIVA – Just Go
  3. Rumänien: Alexandra Căpitănescu – Choke Me
  4. Luxemburg: Eva Marija – Mother Nature
  5. Tschechien: Daniel Zizka – CROSSROADS
    • Frankreich: Monroe – Regarde!
  6. Armenien: SIMÓN – Paloma Rumba
  7. Schweiz: Veronica Fusaro – Alice
  8. Zypern: Antigoni – JALLA
    • Österreich: Cosmó – Tanzschein
  9. Lettland: Atvara – Ēnā
  10. Dänemark: Søren Torpegaard Lund – Før Vi Går Hjem
  11. Australien: Delta Goodrem – Eclipse
  12. Ukraine: LELÉKA – Ridnym
    • Großbritannien: LOOK MUM NO COMPUTER – Eins, Zwei, Drei
  13. Albanien: Alis – Nân
  14. Malta: AIDAN – Bella
  15. Norwegen: JONAS LOVV – YA YA YA

Österreich ist als Gastgeberland genauso für das große Finale qualifiziert wie Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland und wird zusammen mit Frankreich und Großbritannien im zweiten Halbfinale auftreten. Italien und Deutschland zeigen ihren Beitrag im ersten Halbfinale.

Absagen aufgrund der Teilnahme Israels

Israel darf am 70. Eurovision Song Contest in Wien 2026 teilnehmen. Das ergab die Abstimmung der nationalen Fernsehstationen bei der Generalversammlung der European Broadcasting Union (EBU) Anfang Dezember 2025. Nach der Bekanntgabe sagten mehrere Länder ihre Teilnahme ab: Irland, Spanien, die Niederlande, Slowenien und Island werden nicht beim Event in Wien dabei sein. Begründet wird der Boykott mit dem Gazakrieg.

Der ORF, der den ESC kommendes Jahr ausrichten wird, hatte sich hinter Israel gestellt. Auch Bürgermeister Ludwig zeigte sich über das Abstimmungsergebnis erfreut:

"Ich begrüße die Entscheidung, dass Israel am ESC teilnehmen wird, ausdrücklich. Israelische Künstler*innen sollen und werden bei uns immer ihre Darbietungen durchführen können. Generell bin ich skeptisch, was den Boykott von Künstlerinnen und Künstlern angeht – insbesondere, wenn es ihre Herkunft betrifft. Wien wird erneut unter Beweis stellen, dass es ein großartiger Gastgeber für Menschen aus aller Welt ist, bei dem sich alle wohl und sicher fühlen."

ESC live ansehen: Im Stream oder im TV

Der ESC 2026 wird live im ORF und auf dem offiziellen Youtube-Kanal des Eurovision Song Contest übertragen. 

Hier könnt ihr die Shows live mitverfolgen:

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Cosmó tritt für Österreich mit "Tanzschein" an

Für Österreich tritt heuer ein Newcomer an: Der erst 19-jährige Cosmó aus dem Burgenland setzte sich gegen mehr als 500 andere Bewerber*innen durch und gewann den nationalen Vorentscheid "Vienna Calling". Mit seinem Song Tanzschein wird er beim großen Finale am 16. Mai in der Stadthalle antreten. Mit Humor, eingängigem Beat und einer Disco-Parade aus tanzenden Tieren will er gegen die Tanzmüdigkeit in Clubs ansingen. Seine Mission formuliert der junge Künstler klar: möglichst viele Menschen auf die Tanzfläche bringen – angefangen bei seiner eigenen Mutter, für die er den Song ursprünglich geschrieben hat. Als Gastgeberland ist Österreich direkt fürs Finale qualifiziert und Cosmó darf dort sogar den letzten Auftritt des Abends übernehmen.

Bei diesem Song wird euch auch das Tanzfieber packen: 

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Auri: Das Maskottchen des Song Contests

Mit Auri hat der Eurovision Song Contest 2026 auch ein offizielles Maskottchen bekommen. Die flauschige Figur in Pink- und Lilatönen steht für Offenheit, Kreativität und Zusammenhalt – ganz im Sinne des ESC-Mottos "United by Music". Besonders junge Fans soll das Maskottchen ansprechen und daran erinnern, an sich selbst zu glauben und große Träume zu verfolgen. Als fröhlicher Botschafter begrüßt Auri Delegationen und Fans aus aller Welt und bringt ein Stück Eurovision-Stimmung in jede Ecke der Stadt.

JJ - Sein Sieg bringt den ESC nach Österreich zurück

In dieser Galerie: 1 Bilder
Gewinner des ESC 2025: JJ
© ORF/Roman Zach-Kiesling | JJ gewann den ESC 2025 und holte das Musikevent damit wieder nach Österreich.

Mit seinem emotionalen Titel "Wasted Love" eroberte Johannes Pietsch alias "JJ" am 17. Mai 2025 in Basel die Herzen Europas – und schenkte Österreich den dritten ESC-Sieg nach Udo Jürgens 1966 und Conchita 2014. Der in Wien geborene Countertenor mit philippinischen Wurzeln wuchs in Dubai auf, kehrte 2016 nach Wien zurück und absolvierte seine Ausbildung unter anderem an der Opernschule der Wiener Staatsoper sowie der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Nach Castingshow-Stationen bei The Voice UK und Starmania gelang ihm der internationale Durchbruch beim Song Contest. "Wasted Love", mitkomponiert von Teodora Špiric, stürmte unmittelbar nach dem Triumph an die Spitze der österreichischen Charts und verzeichnete über eine Million Streams in nur einer Woche – ein nationaler Rekord. 

Mit diesem Auftritt errang das Ausnahmetalent den Sieg beim Eurovision Song Contest 2025:

Adresse & Kontakt

Wiener Stadthalle
Roland-Rainer-Platz 1 in 1150 Wien


Anreise:
U6: Haltestelle Burggasse Stadthalle
U3: Haltestelle Schweglerstraße
Straßenbahnen 6, 9, 18, 49
Bus 48A

Parken:

  • Kurzparkzone 15. Bezirk / Bereich Stadthalle
  • Garagen bei der Stadthalle: Märzparkgarage & Stadthallengarage

Tickets kaufen:
Tickethotline: +43 1 79 999 79
Online oder per E-Mail


Zur Website
+43 1 98100
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