Ausstellungen
Wann? 19. Februar bis 21. Juni 2026
Wo? Leopold Museum, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Infos zu Tickets weiter unten im Artikel.
2026 rückt das Leopold Museum eine der radikalsten Stimmen der Kunst des 19. Jahrhunderts ins Zentrum: Gustave Courbet. Zum 25-jährigen Jubiläum des Hauses wird dem französischen Maler erstmals in Österreich eine umfassende Einzelausstellung unter dem Titel "Gustave Courbet. Realist und Rebell" gewidmet. Von 19. Februar bis 21. Juni 2026 lädt die Schau dazu ein, Courbets kompromisslosen Realismus, seine künstlerische Unabhängigkeit und seinen gesellschaftlichen Widerstandsgeist neu zu entdecken.
Die groß angelegte Präsentation im Leopold Museum vereint Werke aus sämtlichen Schaffensphasen Courbets und eröffnet einen weit gespannten Überblick über sein Œuvre. Rund 130 Exponate – darunter Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und archivalische Dokumente – zeichnen den Weg eines Künstlers nach, der die Konventionen seiner Zeit konsequent infrage stellte.
Der Rundgang beginnt mit den eindrucksvollen frühen Selbstporträts, mit denen Courbet erstmals öffentlich auf sich aufmerksam machte. Von dort entfaltet sich ein Panorama seines Schaffens: Szenen des ländlichen Alltags, Bilder aus dem Umfeld der Pariser Bohème, radikale sozialkritische Werke sowie sinnlich-provokante Aktdarstellungen.
Einen besonderen Stellenwert nehmen Landschaften aus seiner Heimatregion Ornans ein, ebenso wie kraftvolle Meeres- und Grottenbilder, in denen sich seine experimentelle, pastose Malweise besonders deutlich zeigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten aus der Zeit seiner Inhaftierung sowie aus dem Schweizer Exil.
Gustave Courbet, 1819 im ostfranzösischen Ornans geboren, gilt als Schlüsselfigur des Realismus. Früh entschied er sich gegen den vorgezeichneten Weg akademischer Ausbildung und studierte stattdessen die Werke der großen Meistern in den Pariser Museen. Seine Kunst richtete sich auf die ungeschönte Darstellung der Wirklichkeit – ein Ansatz, der ihm Bewunderung ebenso wie heftige Ablehnung einbrachte.
Courbet verstand Malerei als Mittel gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Mit Darstellungen des einfachen Lebens und einer selbstbewussten künstlerischen Haltung stellte er die herrschenden ästhetischen und sozialen Normen infrage. Sein öffentliches Auftreten, seine gezielte Provokation und sein Beharren auf künstlerischer Unabhängigkeit machten ihn rasch zu einer polarisierenden Figur. Auch politisch bezog er Stellung: Während der Pariser Kommune trat er offen in Erscheinung, was nach deren Niederschlagung zu Haft und Ächtung führte.
Trotz – oder gerade wegen – dieser Brüche entwickelte Courbet eine nachhaltige Wirkung. Sein Werk vereint kämpferischen Realismus mit überraschender Innerlichkeit – eine Spannung, die ihn bis heute zu einer der faszinierendsten Persönlichkeiten der Kunstgeschichte macht.
Der Besuch der Ausstellung ist im regulären Eintrittspreis des Leopold Museums enthalten.Tickets können bequem online oder direkt vor Ort an der Kasse erworben werden.
Eintrittspreise:
Führungen & Audio-Guides sind zusätzlich buchbar.
Weitere Details, Ermäßigungen und Ticketoptionen finden Sie auf der Website des Leopold Museums.
Anfahrt:
U3, U2: Haltestelle Volkstheater/ MuseumsQuartier
Straßenbahn 1, 2, D: Haltestelle Dr.-Karl-Renner-Ring
Parken:
Kurzparkzone (Mo-Fr: 9-22 Uhr)
Parkgarage direkt vor dem MuseumsQuartier am Museumsplatz (24h geöffnet)
Tickets online kaufen:
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