Geschenkideen für jene, die schon alles zu haben scheinen

frau und mann mit Geschenk am Schoss sitzen auf couch
© 123rf | Surprise, surprise! Das individuelle Geschenk nur für diese eine Person.

Wenige Herausforderungen beim Schenken sind so dauerhaft frustrierend wie die Auswahl eines Geschenks für jemanden, der scheinbar schon alles besitzt, was er braucht. Die üblichen Kategorien wie Kleidung, Technik, Wohnartikel und Accessoires bergen das Risiko, etwas zu schenken, das die Person bereits selbst gekauft hat, wahrscheinlich sogar genau in dem Stil und in der Ausführung, die ihr gefällt. Das Ergebnis ist oft ein lähmender Kreislauf aus Suchen, Zweifeln und schließlich Kompromissen. Diese Herausforderung ist zwar weit verbreitet, aber durchaus lösbar. So geht es.

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Warum klassische Ansätze oft nicht funktionieren

Die herkömmliche Methode bei der Geschenkauswahl beginnt meist damit, eine Lücke im Leben der Person zu finden. Also etwas, das sie braucht, möchte oder irgendwann nebenbei erwähnt hat. Bei jemandem, der sich alles, was er will, selbst besorgt, funktioniert diese Methode jedoch schnell nicht mehr. Die Wohnung ist eingerichtet, der Kleiderschrank ist gefüllt, und die Hobbys sind bestens ausgestattet.

Mit dem eigenen Geschmack dieser Person konkurrieren zu wollen, ist ebenso riskant. Eine Variante von etwas zu kaufen, das sie bereits besitzt, lädt zu einem ungünstigen Vergleich ein. Etwas zu wählen, das völlig außerhalb ihrer Vorlieben liegt, kann wiederum so wirken, als hätte es mit ihrer Persönlichkeit wenig zu tun.

Oft entsteht auch das Gefühl, dass bei solchen Empfängern mehr auf dem Spiel steht, weil jemand, der seine eigenen Dinge sorgfältig auswählt, eine unpassende Entscheidung schneller bemerkt. Die wirksamste Strategie bei solchen Personen setzt deshalb auf emotionale Bedeutung.

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Den Zweck des Geschenks neu denken

Wenn jemand materiell nichts braucht, sind jene Geschenke am stärksten, die etwas bieten, das Geld allein nicht kaufen kann, nämlich Aufmerksamkeit, Nachdenken und Vertrautheit. Ein Geschenk, das eine gemeinsame Erinnerung, einen Insider oder ein bestimmtes Detail aus dem Leben dieser Person aufgreift, hat genau deshalb Gewicht, weil es nicht einfach selbst gekauft werden könnte. Der Wert liegt in der Geste.

Diese neue Sichtweise nimmt dem Schenkenden viel Druck. Das Ziel ist dann nicht mehr, etwas bloß Nützliches zu finden, sondern etwas zu wählen, das Bedeutung hat, weil gerade diese Person es schenkt und weil es aus einem bestimmten Grund gewählt wurde. Ein bescheidener Gegenstand, der mit echter Einsicht ausgesucht wurde, berührt oft mehr als ein teures Geschenk, das zufällig gewählt wurde.

Die empfangende Person kann sich ohnehin selbst kaufen, was sie möchte. Was sie sich nicht selbst verschaffen kann, ist das Gefühl, von jemandem wirklich gesehen zu werden, der sich genug Gedanken gemacht hat, um das durch ein Geschenk zu zeigen. Genau dieser Unterschied trennt ein vergessenes Präsent von einem, das wirklich überrascht.

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Welche Kategorien funktionieren für diese Menschen

Bestimmte Kategorien funktionieren verlässlich bei Menschen, die scheinbar schon alles haben. Verbrauchbare Geschenke wie hochwertige Lebensmittel, handwerklich hergestellte Getränke oder besondere Zutaten schenken Genuss, ohne langfristig Platz wegzunehmen. Sie werden geschätzt, verwendet und in Erinnerung behalten, ohne dauerhaft herumzustehen.

Personalisierte Artikel sind eine weitere starke Kategorie. Personalisierte Geschenke mit Foto und Text lösen das Problem von „doppelte geschenkt“ vollständig, weil ein Gegenstand mit dem Namen der Empfängerin oder des Empfängers, einem bedeutungsvollen Datum oder einem Hinweis auf ein gemeinsames Erlebnis nicht bereits in ihrer Sammlung vorhanden sein kann. Die Personalisierung selbst macht den Gegenstand unverwechselbar.

Auch Erlebnis-Geschenke eignen sich sehr gut. Eine Reservierung in einem begehrten Restaurant, Karten für eine Veranstaltung, die zu den Interessen der Person passt, oder ein sorgfältig zusammengestelltes Erlebnis, das auf ihren Geschmack abgestimmt ist, schafft Wert durch Neuheit und Erinnerung.

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Die nützlichsten Informationen tauchen oft ganz beiläufig im Gespräch auf, etwa eine kurze Bemerkung über einen Ort, den die Person besonders mochte, ein Gericht, das ihr auf einer Reise gefallen hat, oder einen Künstler, dessen Werk ihr aufgefallen ist. Diese kleinen Hinweise verraten Vorlieben, denen die Person selbst vielleicht nie nachgeht, über die sie sich aber freuen würde, wenn jemand anders sie bemerkt.

Auch Aktivitäten in sozialen Medien, Bücherregale und der Stil, der in Wohnung oder Arbeitsumfeld sichtbar ist, geben verlässliche Hinweise. Wer über das Jahr hinweg bei normalen Begegnungen aufmerksam bleibt, sammelt still eine Art inneres Inventar möglicher Richtungen.

Eine kurze Notiz im Handy oder eine kleine Liste, die über mehrere Monate geführt wird, kann in dem Moment, in dem ein Geschenk gewählt werden muss, den entscheidenden Unterschied machen. Wenn der Anlass dann kommt, wird aus dieser gesammelten Aufmerksamkeit die Grundlage für eine Wahl, die zugleich überraschend und passend ist.

Das Geschenk, das sich die Person selbst nicht gekauft hätte

Die erfolgreichsten Geschenke für jemanden, der scheinbar schon alles hat, teilen eine gemeinsame Eigenschaft. Sie hätten nicht einfach selbst gekauft werden können. Ob durch Personalisierung, emotionale Genauigkeit oder den besonderen Blick des Schenkenden, solche Geschenke füllen einen Raum, den die eigenen Kaufgewohnheiten der Person offenlassen.

Wer diese Herausforderung mit genau diesem Gedanken angeht, macht aus einer frustrierenden Aufgabe eine wirklich kreative. Die Reaktion der empfangenden Person zeigt dann meist sehr deutlich, dass sich die Mühe gelohnt hat.

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