Teilinbetriebnahme des neuen Wiener Hauptbahnhofs am 09.12.2012

| 10/12/2012 | 0 Kommentare
Für einen guten Anschluss an Wiens öffentliche Linien ist bereits ab der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofes gesorgt (©Foto:Stadt Wien / R. Schmied)

Für einen guten Anschluss an Wiens öffentliche Linien ist bereits ab der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofes gesorgt (©Foto: Stadt Wien / R. Schmied)

Die Teilinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofs  am 09.12.2012bezeichnete Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou  als wichtige Etappe der Arbeiten für den neuen Wiener Hauptbahnhof im 10. Gemeindebezirk Wiens, der die Süd-, Ost- und Laaer Ostbahn auf dem Areal des ehemaligen Südbahnhofs verknüpfen wird. „Mit der Verlegung der Ostbahn in den neuen Hauptbahnhof kann die weitere Entwicklung auf den freiwerdenden Arealen starten. Und die NutzerInnen der Ostbahn bekommen einen ersten Eindruck auf den neuen Hauptbahnhof, der für tausende Reisende Wiens Visitenkarte sein wird“, so Vassilakou.

Wesentliche Vorarbeiten sind somit abgeschlossen oder gehen ins Finale. Alle Züge, die bisher am Südbahnhof (Ostbahn) geendet haben, halten künftig am neuen Hauptbahnhof.

Folgende Linien werden ab 9. Dezember über den künftigen Hauptbahnhof durchgebunden:

  • auf der Ostbahn die S60 (ab Bruck/Leitha) bis Hütteldorf sowie REX-Züge ab Bratislava Petržalka bis Deutschkreutz und vice versa
  • auf der Marchegger Ostbahn die S80 (ab Hirschstetten) über die Pottendorfer Linie bis Wr. Neustadt und vice versa

Zum 9.12. wurde die neue D-Wagen-Station beim „Hauptbahnhof Ost“ und die erste Durchgangsstraße Richtung Hauptbahnhof („Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße“) in Betrieb genommen.

Ebenso fahren die Autobuslinien 13A bzw. 69A den Hauptbahnhof direkt an.

Die ehemalige U1-Station „Südtiroler Platz“ heißt seit 9.12.2012 „Südtiroler Platz-Hauptbahnhof„, die Station „Wien Südbahnhof (S-Bahn)“ heißt seit 9. Dezember „Wien Quartier Belvedere„.

Dadurch ergeben sich Umsteigemöglichkeiten in die U-Bahnlinien U1 (Hauptbahnhof-Südtiroler Platz) und U6 (Meidling). Die Wiener Schnellbahn sowie die U1 sind oberirdisch erreichbar. Mit Eröffnung der Verkehrsstation im Dezember 2014 werden die U- und S-Bahn durch die unterirdische Passage am Südtiroler Platz direkt an den Hauptbahnhof angebunden. Für Fahrgäste bedeutet das schnellere Zugverbindungen, mehr Reisekomfort durch einfaches Umsteigen, beste Anbindungen und Barrierefreiheit gemäß den neuesten Standards.

Ende 2014 eröffnet Verkehrsstation, Ende 2015 Vollinbetriebnahme

Die nördliche Halle und weitere sechs Bahnsteigkanten – Richtung Südtiroler Platz bzw. Gürtel – werden bis Dezember 2014 fertig gestellt. Am 14. Dezember 2014 wird die Verkehrsstation eröffnet, ab diesem Zeitpunkt werden auch Fernverkehrszüge halten können. Das Einkaufszentrum wird bereits im September 2014 geöffnet.

Im Dezember 2015 werden die Arbeiten am gesamten Bahn-Infrastrukturprojekt beendet sein, sämtliche Fernverkehrszüge halten können und der Bahnhof seine regionale, nationale und internationale Drehscheibenfunktion zur Gänze ausüben können.

Drehscheibe für regionalen, nationalen und internationalen Reiseverkehr

Mit dem neuen Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof – im Gegensatz zu den alten Kopfbahnhöfen der Süd- und Ostbahn – und dem Lainzertunnel werden erstmals Züge aus allen Richtungen in der Bundeshauptstadt ankommen und in alle Richtungen verbunden.

Mit der Schaffung einer hochleistungsfähigen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindung wird der Bahnhof zur wichtigsten Drehscheibe für den regionalen, nationalen und internationalen Reiseverkehr und zu einem zentralen Knotenpunkt im transeuropäischen Schienennetz.

Weitere Bauvorhaben in Wien stehen vor dem Abschluß

Auch der Straßenumbau entlang des Wiedner Gürtels ist mit 9.12. nahezu abgeschlossen. Knapp zwei Jahre lang – konkret seit Mai 2011 – wurden der komplette Straßenquerschnitt geändert und zusätzliche
Abbiegemöglichkeiten ins neue Stadtviertel realisiert, beidseits des Wiedner Gürtels wurden u.a. auch Radwege errichtet.

Die Begrünung des Wiedner Gürtels entlang des 4. bzw. 10. Bezirkes und die Schaffung eines großzügigen Mittelstreifens zählen ebenso dazu. Bis April 2013 werden noch die verbliebenen Restarbeiten abseits der Hauptfahrbahnen durchgeführt.

Im Süden entstehen seit Jänner 2012 die ersten geförderten 1.160 von mehr als 5.000 Wohnungen des zukünftigen Stadtteils Sonnwendviertel.

Die ersten Dachgleichen konnten bereits gefeiert werden. Bereits 2013 werden hier die ersten BewohnerInnen einziehen.

Fortschritte gibt es auch beim Bildungscampus, der im Herbst 2014 seinen Betrieb aufnimmt. Insgesamt 25 Dienststellen sind von Seiten der Stadt Wien in das Großvorhaben eingebunden.

Für das zielgerichtete und koordinierte Vorgehen sorgt die eigens für dieses Projekt ins Leben gerufene Projektleitung Hauptbahnhof, eine Organisationseinheit der Stadtbaudirektion. Als Gesamtvolumen sind um die 500 Millionen Euro von Seiten der Stadt für das Großvorhaben an diversen Infrastrukturleistungen vorgesehen.

Infos: www.hauptbahnhof-wien.at  www.sonnwendviertel.at

Quelle: PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien/ots & Hauptbahnhof Wien

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